Mein Praktikum bei der Deutschen Welle
Hi liebe Schüler und Eltern, mein Name ist Lotte, ich bin 14 Jahre alt und habe vor kurzem ein Praktikum bei der Deutschen Welle gemacht.
Zuerst war ich etwas verwundert, als ich erfahren habe, dass ich in die Business Abteilung eingeteilt wurde. Das erste woran ich dachte waren Börsenkurse, Aktien und ganz viele andere Sachen, die auf mich erstmal sehr erschreckend gewirkt haben, doch im Nachhinein kann ich sagen, dass es überhaupt nicht so war.
Bereits mein erstes Kennenlerngespräch vor Beginn des Praktikums war mega toll. Frau Kappel hat mich und meine Pflegekraft am Eingang abgeholt. Gemeinsam mit Frau Nitz haben wir besprochen, was ich für mein Praktikum benötige (eigener Raum zum Hinlegen etc.) Schon da war ich überrascht, wie barrierefrei das Gebäude ist und wie aufgeschlossen alle sind. Danach stand das Gespräch mit Herrn Eixler an. Er fragte mich, was das erste sei, was mir beim Begriff Mobilität einfällt, gerade aus meiner besonderen Rollstuhl-Perspektive. Meine Pflegekraft und ich antworteten wie aus einem Mund „kaputte Fahrstühle“. Wir erzählten ihm auch von der Website brokenlifts.org, auf der man in Berlin einsehen kann, welche Fahrstühle im ÖPNV defekt sind. In diesem Moment wurde allen klar, dass mein Praktikum dafür bestimmt war, eine Geschichte zu diesem Thema zu drehen.
Als es dann endlich losging, weihte mich Herr Eixler in die Kunst des Geschichtenerzählens ein. Er sagte mir, welche Bausteine es gibt, wie so ein Spannungsbogen aussehen sollte und inwiefern das alles mit den Fahrstühlen zu tun haben könnte. Daraufhin fing ich an zu recherchieren, mit wem man beispielsweise ein Interview führen kann, wer die Website betreibt und wie unser Video aussehen könnte. Am Mittwoch haben wir uns dann mit Joe, dem Kameraspezialisten des Projekts, unterhalten und Pläne geschmiedet. Die nächsten Tage ging es dann an den Dreh. Donnerstag haben wir Viktoria und Holger von den Sozialhelden über ihre Website interviewt. Das Büro von Sozialhelden lag im Gebäude von ImmoScout24, direkt am Hauptbahnhof, was es etwas komplizierter machte, sie zu finden. Sie erzählten uns viele interessante Dinge und ich bin sehr dankbar, dass sie sich so viel Zeit für uns genommen haben. Später haben wir dann noch ein paar Aufnahmen im Gebäude und am Hauptbahnhof gemacht. Am nächsten Tag haben wir uns am Alexanderplatz getroffen, haben dort viel gedreht, sind dann weiter zum Hauptbahnhof gefahren, filmten die „Anreise“ zu den Sozialhelden, liefen zum Reichstag, nahmen in der U-Bahnstation Sequenzen auf, fuhren zurück zum Hauptbahnhof und filmten dort einen defekten Fahrstuhl ab. Zum Schluss spendierte Joe meiner Pflegekraft und mir einen Donut. Vielen Dank nochmals Joe ;). Wir verbrachten an diesem Tag nur drei Stunden beim Dreh, doch es hat sich mehr wie sechs Stunden angefühlt. Ab jetzt bewundere ich Leute, die tagelang an Filmsets verbringen, umso mehr.
In die zweite Woche startete ich, indem ich Illustrationen als Übergänge für das Video malte. Am Mittwoch dann, nahm ich das VoiceOver auf und durfte bei dem Schnitt von Verticals zusehen. Am Donnerstag sah ich beim Schnitt der REV-Sendung zu. Am Freitag wurde ich schon morgens sehr traurig, dass es mein letzter Tag war.
Das Praktikum hat mir so unendlich viel Spaß gemacht. Ich habe so viele tolle Erfahrungen gesammelt und extrem nette und engagierte Kolleg*innen kennengelernt. Vielen lieben Dank an alle, die mein Praktikum zu so einer großartigen und wunderbaren Zeit gemacht haben.
Hier nochmal der Link zum Video: Mein Video auf YouTube

